Augsburg Airways


Augsburg Airways

Dash 8Q-300
IATA-Code: IQ
ICAO-Code: AUB
Rufzeichen: Augsburg Air
Gründung: 1988
Sitz: Hallbergmoos
Heimatflughafen: Flughafen München Franz Josef Strauß
Unternehmensform: GmbH
Leitung: Bernadette Rampl
Allianz: Lufthansa Regional
Flottenstärke: 13 (+ 4 Bestellungen)
Ziele: national und international

Augsburg Airways ist eine regional operierende deutsche Fluggesellschaft mit Sitz in Hallbergmoos bei München und Mitglied von Lufthansa Regional.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Augsburg Airways wurde 1980 als Firmenflugdienst des Haindl-Konzerns (heute UPM-Kymmene) unter dem Namen Interot Airways gegründet, um firmeninterne Flugverbindungen von Augsburg nach Düsseldorf und zurück anbieten zu können. 1986 erfolgte die Aufnahme des öffentlichen Linienverkehrs zwischen Augsburg und Düsseldorf mit einer Beech King Air 200 und der Start als Linienfluggesellschaft. In der Folgezeit wurden weitere Flugverbindungen von Augsburg aus eingerichtet.

  • 1989 ging es im Sommerflugplan nach Düsseldorf, Berlin-Tempelhof, Köln und Hamburg.
  • 1992 kamen zusätzlich Dresden und Leipzig hinzu.
  • 1994 folgte eine erste ausländische Linienverbindung nach Florenz.

1995 trat Interot Airways in die IATA ein. Der Flughafen Augsburg erhielt dadurch den 3-Letter-Code AGB und ist unter dem Metropolitan-Code MUC (für München) gelistet.

Mit Beginn 1996 firmierte Interot Airways in Augsburg Airways um. Zudem kam es zu einer Kooperation mit der Deutschen Lufthansa. Die Regionalfluglinie flog unter Team Lufthansa, später als Franchisenehmer von Lufthansa Regional und bietet somit die Strecken auch unter LH-Flugnummer an. Außer Starts in Augsburg kamen jetzt auch Abflüge aus München vor.

Im Jahr 1997 wurde eine Verbindung zum Flughafen Frankfurt am Main geschaffen. In der Folgezeit wurde der Expansionskurs mit der Aufnahme von Charterflügen vorangetrieben. Mitte Mai 2001 verkaufte die Familie Haindl den Papierkonzern an den finnischen Mitbewerber UPM-Kymmene, behielt jedoch die Fluggesellschaft. 2002 geriet das Unternehmen in eine wirtschaftliche Krise, die zu Einschnitten führte. Das Personal wurde um ein Viertel verringert, vier der sechzehn Maschinen verleast, Flugverbindungen stillgelegt, der Geschäftsführer ausgewechselt.[1]

Im Jahr 2002 wurde der Flugbetrieb am Flughafen Augsburg und am Flughafen Bayreuth eingestellt. Augsburg Airways ist nun Subcarrier der Lufthansa und fliegt in deren Auftrag unter LH-Flugnummer. Außerdem sind nun alle Flugzeuge der Augsburg Airways in Lufthansa-Regional-Farben lackiert. Heimatbasis ist nun der Flughafen München. Ihre wichtigsten Verbindungen von hier gehen nach Florenz, Genf, Bern, Bremen und Leipzig.

Flotte

Embraer 195

Die Flotte der Augsburg Airways besteht aus (Stand: Juni 2009)[2]:

Zusätzlich werden Mitte 2009 weitere vier Embraer-195, welche die Lufthansa bestellt hat, bei Augsburg Airways eingeflottet werden. Die restlichen 25 Maschinen dieses Typs werden auf Air Dolomiti und Lufthansa Cityline verteilt.

Basisdaten

Augsburg Airways firmiert seit dem 16. Juli 2008 in der Rechtsform GmbH. Hauptgesellschafter war bis November 2004 die Familie Haindl, die ehemaligen Gesellschafter der Papierfabrik Haindl. Am 1. Dezember 2004 wurde die Cirrus Group Hauptgesellschafter. Diese wiederum ist seit 2008 im Besitz der Aton GmbH.

Im Jahr 2004 beförderte Augsburg Airways 807.243 Passagiere und kam somit auf 341.942.312 Passagierkilometer bei 22.758 Flügen. Die Auslastung betrug 58,61%.

Zwischenfälle

Seit Inbetriebnahme des Flugdienstes ereignete sich kein tödlicher Unfall oder Absturz.

Am 21. September 2007 kehrte eine Dash 8 nach München um, da sich im Anflug auf den eigentlichen Zielflughafen Florenz das Bugfahrwerk nicht ausfahren ließ. Die Piloten entschieden wegen der längeren Landebahn in München sowie der besseren Wartungsmöglichkeiten so. Die Maschine landete um 19.52 Uhr ohne Bugfahrwerk sicher auf dem Münchner Flughafen.

Am 3. Juni 2009 musste eine DHC-8 mit Problemen am einem Triebwerk auf dem Flug LH1190 von München nach Paderborn-Lippstadt notlanden. Der Pilot hatte leicht erhöhte Drehzahlen festgestellt und daraufhin den Notfall erklärt. Das Triebwerk wurde abgeschaltet und die Maschine konnte ohne Probleme am Zielflughafen landen. Die 27 Passagiere und die Crew wurden nicht verletzt.[3]

Einzelnachweise

  1. „Augsburger Allgemeine“ vom 3. Dezember 2004: Familie Haindl verkauft Augsburg Airways
  2. ch-aviation.ch: Flotte der Augsburg-Airways 24. Juli 2008
  3. http://www.aero.de/Augsburg_Airways_DHC-8_in_Paderborn_notgelandet_8533.htm

Siehe auch

Weblinks







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