Eine Akzidenz (Plural Akzidenzen oder Akzidentien von lat. accidens, das Zufällige, das Veränderliche, das Hinzukommende) ist eine Druck- oder Satzarbeit von in der Regel geringem Umfang.
Akzidenzdrucksachen sind Gelegenheitsdrucksachen, wie beispielsweise Prospekte, Broschüren, Flugblätter, Visitenkarten, Speisekarten, Eintrittskarten, Fahrpläne, Briefe, Einladungen sowie amtliche und nichtamtliche Formulare. Ein weiteres Merkmal ist das Erscheinen außerhalb eines Verlags. Die im Umgangsdeutsch Werbebeilagen genannten, häufig in Zeitschriften und Zeitungen zu findenden Drucksachen nennt man in der Fachsprache auch Akzidenzbeilagen.
Akzidenzdrucksachen waren zunächst neben periodisch wiederkehrenden Aufträgen eine zusätzliche Erwerbsquelle für Verlags- und Zeitungsdruckereien. Mit dem wachsenden Volumen an Geschäftsdrucksachen, der technischen Entwicklung und Spezialisierung trennte sich der Akzidenzdruck vom klassischen Kerngeschäft des Buchdrucks. Akzidenzen wurden zur Zeit des Bleisatzes hauptsächlich von Akzidenzschriftsetzern mit Akzidenzschriften gestaltet und in der Akzidenzdruckerei hergestellt. Heute werden Akzidenzen überwiegend im Offsetdruck produziert. Die Gestaltung und Herstellung der Druckvorlagen übernehmen Grafikdesigner, Werbeagenturen und Mediengestalter.[1]
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