| Technische Yschränkung: Dr koräkt Titel wär: »Dialäkt« |
En Dialäkt - odr aun ä Mundart - isch e Variante vo dr mänschliche Sproch wo vunere bstimmti Grupp vo Mänsche bnutzt wird. Des cha sich um e régionali oder au e soziali Variante (z. B. s Patrizierbärndütsch) vonäre Sprâch handle. I dr Sprochwüsseschaft gälte deswege au Standardsproche als Dialäkt, trotz dass si kodifizierti un prestigiöseri Variante sin. D Ûrsprungssprâch vome Dialäkt muess nüt e Standardsprâch sy - im Fall vom alemannische Diäläkt ischs s Altalemannisch. Fryli stât hütt s Alemannisch unter starchem Yfluss un Âpassigsdruck vo dr Standardsprâch.
S git au Dialekt, wo nyt mit ere Standardsproch z due hän - so diä altgriächische Dialäkt bis ins 4. Jh. v. Chr. oder s Alemannisch im Mittelalter.
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"Bim Dialäkt fât die gesprochnigi Sprâch â." (Johann Wolfgang vo Goethe)
S Wort Dialäkt kunnt üs em Altgriächische διαλεκτός /dialektós/ (Unterredig; d Art, wiä mer redet) vum Verb διαλέγεσθαι (sich unterhalte). Im Altgriächische hets johrhundertilang kei Standardsproch gha, d Dialäkt sin gegesittig verständlig gsii un hän sich hauptsächlig dur Luut (Phonetik) unterschiide.
E Dialäkt het alliwiil ei oder mehreri anderi Dialäkt us eme Sprochsyschtem näbe sich, aber nit unbedingt e Standardsproch. Des zeige s Altgriächisch bis ins 4. Johrhundert v.Chr. oder diä ditsche Dialäkt bis ins 16. Johrhundert - sälli hän Latiinisch as gemeinsami Standardsproch miäße verwände, wels kei ditschi Gmeinsproch gä het. Des gits au hit no, so z. B. im Kurdische, wus drei Großdialäkt het, aber kei gmeinsami Standardsproch.
Im Ditsche isch s Wort Dialekt zum erschte Mol 1634 belegt. Des Främdwort wird vu dr Dialäktsprächer esälber fir d eige Sproch verwändet. S Wort Mundart isch 1640 zum erschte Mol ufdrätte un isch - näbem Wort Dialäkt - hit im Hochditsche gängig.
E Deil Autore verwände s Wort Dialäkt un Mundart synonym (in der giche Bedittig), fir anderi isch Mundart e Spiilart vum e Dialäkt - do wird also Dialäkt in verschiidini Mundarte untergliideret.
Dr Heinrich Löffler kriidet a, ass kei Definition vu Dialäkt exischtiärt, wu allgemein aerkännt wird. Üs dr große Zahl vu Definiärigsversuch in dr Dialektologii filteret dr Leffler rüs:
Viil Definitione vu Dialäkt bringe eini oder vermische mehreri vu däne Kriteriä.
Witeri Unterscheidige sin notwändig, wels verschiidini Ibergangsstufe zwische Dialäkt un Standardsproch git. S het dr H. Niebaum dä Dialäkt, wu relativ eigeständigi Grammatik un eigene Wortschatz bewahrt het - was viilmol uf em Land un unter eltere Personen dr Fall isch - Basisdialäkt gnännt, anderi sage Grunddialäkt. Diä Sproch, wu noch dialektali Kännzeiche het, aber scho in dr Standardsproch agnächeret isch un bsunders in Stedt un Balligsraim gschwätzt wird, het er Verkehrsdialäkt gnännt. Meischtens bherrscht e Dialäktsprächer verschiidini Stufe zwische Basisdialäkt un Standardsproch.
Wänns in dr Wisseschaft scho kei Einigkeit driiber git, was Dialäkt im Allgemeine isch, no nimmts eim nit Wunder, ass es aü kei Einigkeit driber git was zum Beispiil s Alemannisch isch.
Firs Alemannisch ka mer aber klar feschthebe:
Wäge däne Eigeschafte ka mer s Alemannisch as e Eiheit aluege - aber wiä nennt mer diä? Dialäkt? Dialäktsyschtem? Großdialäkt? Sproch?
Do fählt wider d aerkännt Definition vu Dialäkt. Sicher keini eigene Dialäkt sin Hegschtalemannisch, Hochalemannisch, Niideralemannisch, Bodeseealemannisch un Oberrhiinalemannisch. Des sin grobi Ideilige entlang vu Isoglosse, wu aber in sich wider grossi Unterschiid ufwiise - so d Merkmol vum Oschtalemannische, vum Weschtalemannische un anderi.
S git Dialäktbezeichnige, wu sich uf e bstimmts politischs oder wirtschaftligs Biät beziäge, so zum Biispiil Kaiserstiähler Dialäkt, Markgräflerisch, Allgäuerisch - diä sin, wiä Südbadische oder Badische Dialäkt, numme iibildeti Eiheite. D Sprächer vu däne "Dialäkt" fiähle sich üs politische oder andere Grind zämmegherig un halte ihre Sproch aü fir zämmegherig, trotz ass si in sich so grossi Unterschiid ufwiist wiä zu dr Sproch vu dr Nochberschaft. Natirlig derf mer niämem abstritte, si Dialäkt Kaiserstiählerisch z nänne. Aber wär e Dialäkt wisseschaftlig definiäre will, mueß kenne sage, was dä Dialäkt usmacht un was e vu andere unterscheidet.
Zimlig licht zum Definiäre sin friähjer Ortsdialäkt gsii - diä sin zimli eiheitlig gsii un hän sich meischtens e wenig vum Dialäkt vum Nochberort unterschiide. Hit sin Ortsdiäläkt wägem Zuezug vu Främde un mänkmol wäge dr Verhochditschig schwärer zum Fasse.
D Begriff "alemannische Dialekte", wu us dr hochditsche Wikipedia ibernumme wore isch, isch broblematisch, wel niäme diä "alemannische Dialäkt" gnau definiärt het.
Mer mueß bim Iisatz vum Begriff Dialäkt also Vorsicht walte lo. Sicher ka mer sage:
In Amerika gits Pennsylvaniadeutsch, wu eng mit Südrhyfränkisch (Pfälzisch) un Oberrhynalemannisch verwandt isch, un s oberrhynalemannisch Tovar-Ditsch.
Di niderdütsche Dialäggt sinn mit em Niderländische (Holländisch, Flämisch) nööcher verwandt als mit andere dütsche Dialäggt. Insofärn miesst me vo kontinentalweschtgermanische Dialäggt rede und s Niderländischi (und s Frysischi) au mitybezie. Dr Name Dütsch isch friener au fürs Niderländischi benutzt worde, 'diets' haisst no hütt uf Niderländisch '(Gross-)niederländisch', und in dr niderländische Nationalhymne isch vom 'Wilhelmus van duitse bloed' d reed. Das isch au dr Grund werum 'Dutch' uf änglisch 'Holländisch, Niderländisch' bedütet.
Im e vyyyl zidierde Wiz uf Jiddisch, wù dr Max Weinreich s èèrschdmool ùfgschriibe ghaa hed, haisd s:
אַ שפראַך איז אַ דיאַלעקט מיט אַן אַרמײ און פֿלאָט, A shprakh iz a dialekt mit an armey un flot
(alemanisch: E Schbrooch isch e Dialägd mid ere Armee ùn ere Marine). In: Max Weinreich "Der yivo un di problemen fun undzer tsayt" in Yivo-bleter, 1945, Bd. 25, Nr. 1, S. 13).
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